Renaissance eines Bauprinzips

Elektrohydraulische Verstelleinheit mit großem Einsatzspektrum

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In dem großen Angebot linear wirkender Verstellgeräte gibt es eine Bauform, die wegen ihrer Robustheit und Wartungsarmut bevorzugt im Bergbau eingesetzt wird. Ihr Bekanntheitsgrad war daher begrenzt. Jetzt kann jedoch von einer Renaissance dieser elektrohydraulischen Verstelleinheit gesprochen werden. Der Grund liegt nach Meinung des Maschinenbauunternehmens Willy Zahn, Olpe, in der besonders kompakten Bauform und der weiter entwickelten Steuerung.

 

Abgesehen von einigen Sonderbauformen mit außenliegenden Magnetventilen handelt es sich bei diesem Verstellgerät um ein geschlossenes System. Im zylindrischen Gehäusekörper, der gleichzeitig als Behälter für die Hydraulikflüssigkeit dient, sind die Hydraulikpumpe, der Steuerblock mit den Einschraubventilen und der Hydraulikzylinder integriert. Bei der Auswahl des Elektromotors, der über eine Kupplung die Zahnradpumpe antreibt, hat der Anwender einen großen Spielraum - von der Normausführung bis zu Sonderbauformen z.B. für explosionsgefährdete Einsatzbereiche. Die Einsatzmöglichkeiten dieses geschlossenen Verstellsystems mit der Typenbezeichnung VEH sind besonders vielfältig: Vom Stellgerät für Armaturen und Klappen in Chemieanlagen, im Offshoreeinsatz, Schiffbau und der Fördertechnik bis zum Einsatz als Linearantrieb in weiten Bereichen des Anlagen- und Maschinenbaus. Das große Anwendungsspektrum ergibt sich aus den zehn Baugrößen, aber auch aus den Varianten der unterschiedlichen Befestigungsmöglichkeiten sowie der Werkstoffauswahl und dem Einsatz unterschiedlichster Druckflüssigkeiten. Beispielhaft sind dafür Aggregate, die komplett in Edelstahl ausgeführt sind und mit biologisch abbaubarer Druckflüssigkeit arbeiten. Die Standardausführungen des Verstellsystems sind für eine max. Druckkraft von 1.250 bis 40.000 kp ausgelegt. Die Zugkräfte liegen zwischen 850 und 30.000 kp. Es werden Hublängen von 800 bis 5.000 mm erreicht bei Geschwindigkeiten von 0 bis 250 mm/s.

Die sichere Funktionsweise stützt sich auf die geschlossene Bauweise und die wenigen bewegten und ausgereiften Bauelemente sowie auf Verrohrungen und Verschraubungen, die sich unter rauen Betriebsbedingungen bewährt haben und auch starken Vibrationen und Druckstößen gewachsen sind.

Der angeflanschte Elektromotor treibt die Zahnradpumpe an, die eine konstante Fördermenge der Hydraulikflüssigkeit liefert. Das Konstruktionsprinzip verhindert eine Überlastung des Motors. Die speziellen Steuerventile regeln den Druck, mit dem der Druck-Zug-Hydraulikzylinder beaufschlagt wird. Lediglich durch die Drehrichtungsänderung des E-Motors wird das Ein- bzw. Ausfahren der Kolbenstange erreicht. Die Geschwindigkeiten der Kolbenstange werden durch voreingestellte Drosselventile geregelt.

Bild: Elektrohydraulische Verstelleinheit. Das geschlossene System bietet viele Vorteile und kommt ohne Rohrleitungsbau aus.

Werkbild: Willy Zahn Maschinenbau GmbH, Olpe