Diese
Reibschlussverbindungen lassen sich – anders als thermisch oder
anderweitig gefügte reibschlüssige Verbindungen –
einfach und zerstörungsfrei montieren und demontieren. Das axiale
Verschieben des Außenrings gegen den Innenring führt zur
Pressung zwischen Welle und Nabe, so dass Drehmomente und
Axialkräfte sicher übertragen werden können. Die
Spielpassungen zwischen Welle bzw. Welle-Nabe und Stüwe-Scheibe
ermöglichen die einfache Montage.
Die
evolutionäre Entwicklung der neuen HSD- und SDG-Scheiben ist die
Ausführung des Innen- oder Außenrings als Zahnrad (Bild 1
und 2) oder Riemenscheibe, die entsprechend den Vorgaben für die
spezifischen Abmessungen und Verzahnungen gefertigt werden. Aus der
sonst dreiteiligen Spannscheibe wird ein zweiteiliges Maschinenelement,
das hohe Wechselbelastungen zulässt. Für die Montage ist
besonders vorteilhaft, dass nur die Schrumpfscheibe zur Welle
ausgerichtet werden muss. Ein Ausrichten des Zahnrades oder der
Riemenscheibe ist dann nicht notwendig.
Die
SDG-Scheiben (Bild 3) werden bevorzugt dann eingesetzt, wenn eine hohe
Laufgenauigkeit gefordert wird. Bei der Konstruktion von Antrieben sind
durch den Einsatz der neuen Spannscheiben deutliche Kostenreduzierungen
möglich, da kleinere Wellen- und Nabenabmessungen gewählt
werden können und auf eine aufwendige Bearbeitung der Wellen
verzichtet werden kann.
Die
lange Lebensdauer der HSD- bzw. SDG-bestückten Antriebe wird durch
die geringe Spannungskonzentration auf die Welle und den Verzicht auf
abschergefährdete Passfedern und genutete Wellen erreicht. Hinzu
kommen die Unempfindlichkeit gegen Schmutz und die ohne
Beschädigungen durchführbare Demontage. Das Ergebnis ist ein
robustes, wieder verwendbares Antriebselement, das für eine
zuverlässige und kostengünstige Welle-Nabe-Verbindung sorgt.