Energiesparmodul für die Antriebstechnik

Leistung nur, wenn sie benötigt wird!

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Bei frequenzgeregelten dezentralen Antrieben haben die Ingenieure der Ströter Antriebstechnik ein hohes Energiesparpotenzial festgestellt und gemeinsam mit den Softwarespezialisten von Speed-Tech, der Carlsberg Brauerei und dem Danish Technological Institute eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Bedarfssteuerung entwickelt.

Kernkomponente dieser Antriebssteuerung ist ein patentiertes Energiesparmodul der Speed Commander-Select Frequenzregelung. Der entscheidende Vorteil dieser Entwicklung ist, dass die Antriebe nur noch soviel Energie aufnehmen wie es dem realen Bedarf entspricht. Bevorzugte Einsatzfelder sind Förderanlagen mit einer Vielzahl von dezentralen Antrieben, wie sie z.B. in der Getränke-Industrie, auf Flughäfen oder in Postverteilzentren eingesetzt werden. In Flaschenabfüllanlagen durchschnittlicher Kapazität arbeiten etwa 120 Einzelantriebe mit einer Gesamtleistung von über 90 kW. Die Dimension des Energiesparpotenzials wird deutlich, wenn derartige Anlagen nicht wie bisher kontinuierlich oder bestenfalls im Ein-/Ausschaltbetrieb arbeiten, sondern je nach Beladung der Förderstrecken nur soviel Energie wie notwendig aufnehmen. Die neue Steuerung erkennt sensorlos die unterschiedlichen Belastungszustände und setzt diese Information in Echtzeit zur Regelung der Drehzahl und des Drehmomentes ein. Ob ein Antrieb unter voller Last arbeitet, eine nur geringe Arbeit zu verrichten hat oder ob sich das Fördergut

aufstaut, wird direkt erkannt. Ändert sich die Belastung im Abgleich mit vorgegebenen Werten, läuft der Antrieb im Energiesparmodus oder wird z.B. auf Arbeitsgeschwindigkeit beschleunigt. Zusätzliche Parameter können frei programmiert werden: So kann man beispielsweise eingeben, dass der Antrieb beschleunigt, sobald 2% mehr Last anfällt. Beschleunigungs- und Bremsverhalten lassen sich dabei entsprechend dem Einsatzfall konfigurieren.

Im Einsatz unter realen Betriebsbedienungen bei der Carlsberg Brauerei in Kopenhagen wurden bereits optimierte Ströter-Transporteurantriebe mit dem Energiesparmodul ausgestattet. Der Energiebedarf reduzierte sich je Antriebseinheit um fast 30% von 0,94 kW/h auf 0,67 kW/h.

Da aber Maßnahmen zu Energieeinsparung nur dann realisiert werden, wenn der Investitionsaufwand gering und eine einfache und schnelle Montage auch bei Nachrüstungen möglich ist, wurde diese Steuerung in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern entwickelt. Das Ergebnis: Auf die Installation von Sensoren, Schaltern, Drehgebern etc. kann ebenso verzichtet werden wie auf teure und umständliche Verkabelung oder BUS-Systeme. Die dezentrale Montage der Antriebseinheit erfolgt z.B. direkt an der Förderbandantriebswelle. Die Steuerung ist für alle Normmotoren bis 3,0 kW geeignet. Eine Programmierung von PLC oder Frequenzumrichter erübrigt sich. Die Parametrierung erfolgt direkt über das Display des Steuermoduls.

Diese Vorteile erschließen dem Energiesparmodul aber auch über die Fördertechnik hinaus zahlreiche Einsatzfelder. So führt die bedarfabhängige Regelung bei verfahrenstechnischen Anlagen wie z.B. Mischern zu einem optimierten Anlagenbetrieb bei deutlich geringerer Energieaufnahme


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