Testgerät für die einfache Prüfung und Inbetriebnahme von
hydraulischen Antrieben

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Hydraulische Anlagen sind komplexe Systeme, die in der Realität nicht immer so reagieren, wie der Konstrukteur – und der Anwender – es erwartet. Dieses Phänomen ist insbesondere dann bedauerlich, wenn sich die Inbetriebnahme von Maschinen, Anlagen oder Antriebssystemen verzögert, weil unvorhergesehene Probleme z.B. durch ungleichförmige Bewegung, durch Stick-Slip-Verhalten, durch zu hohe Reibung in Führungen und Lagern oder durch zu geringen Druck oder Volumenstrom auftreten.

Solche Probleme lassen sich in den meisten Fällen mit regelungstechnischen Mitteln nicht beseitigen; die Fehlerursachen müssen in der „Hardware“ des hydraulischen Antriebs gesucht und beseitigt werden. Das ist ausgesprochen zeitaufwändig und unter Umständen auch kostenintensiv. Dieses Problem kann man jedoch auf einfache Weise aus der Welt schaffen – indem man die Komponenten vorweg, noch bevor der steuerungstechnische Part des Antriebs fertig gestellt ist, zu einem Komplettantrieb kombiniert, den man bewegen und untersuchen kann.

Für diese Aufgabe wurde das HDC 2004 entwickelt: ein Prüf- und Inbetriebnahmegerät für hydraulische Antriebe, das umfassende Voruntersuchungen an den Antrieben erlaubt. Dazu werden Ventile und Pumpen an das Gerät angeschlossen. Möglich ist dies, weil inzwischen nahezu alle Ventile mit dem genormten sechspoligen Stecker ausgestattet sind und weil die meisten Pumpen und Ventile auch über Sollwertsignal-Standards (z. B. 0-10 V, 4-20 mA) angesteuert werden können. Das HDC 2004 erlaubt die Verarbeitung von sechs solchen Sollwert-Standardsignalen.

Die Bedienung des HDC 2004 erfolgt über Drehschalter, Kippschalter und Potentiometer. Funktionen, die man während des Betriebes oft benötigt, werden über Kippschalter betätigt. So kann man zum Beispiel den Antrieb über einen Polwender schnell reversieren. Ein anderer Kippschalter ermöglicht das Absenken der Geschwindigkeit auf 20% bei voll ausgesteuertem Potentiometer. Weitere Schalter erlauben ein schnelles Reagieren auf eventuelle Crash-Situationen.

Auf diese Weise kann der Anwender die mechanischen Funktionen des Antriebssystems vor dem endgültigen Zusammenbau eingehend prüfen, das Zusammenspiel der Antriebskomponenten testen und somit „auf Nummer Sicher“ gehen. Bei der Inbetriebnahme sind dann keine bösen Überraschungen mehr zu erwarten, und die Maschine oder Anlage kann fristgerecht fertig gestellt und ausgeliefert werden. Durch diesen Vorteil kann sich die Investition in ein Prüf- und Inbetriebnahmegerät wie das HDC 2004 schnell amortisieren.

Bildunterschrift:
Das Testgerät HDC 2004 erlaubt umfassende Voruntersuchungen
an hydraulischen Antrieben und schafft damit die Voraussetzung
für eine schnelle und problemlose Inbetriebnahme auch komplexer
Antriebssysteme. Bild: Pees Components

Bild: hdc2004 jpg 757kb/rgb