Die qualitätssensible Automobilindustrie und ihre Zulieferer nutzen verstärkt das dreistufige Verfahren in dem die Getriebeteile nach dem Einsatzhärten und Anlassen dem Verfestigungsstrahlen in der SPS-gesteuerten Satelliten-Drehtischstrahlanlage unterzogen werden. Vorausgegangen waren umfangreiche Versuche und Prüfverfahren, die sowohl die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens als auch die Verbesserung der Oberflächengüte bestätigten.
Die Vorteile, die dieses alternative Verfahren bietet sind beachtlich: Durch das Verfestigungsstrahlen werden Druckeigenspannungen in die oberflächennahen Schichten induziert, was mit einer Härtesteigerung in der Randzone, einer positiven Veränderung der Oberflächentopo-graphie sowie einer Umwandlung von Restaustenit in Martensit (bei gehärteten Bauteilen) verbunden ist.
Die Summe dieser Effekte bewirkt u.a., dass im Lastfall auftretende Zugspannungen mit den vorab induzierten Druckeigenspannungen überlagert bzw. kompensiert werden, wodurch die Schwingfestigkeit sowie die Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion erheblich gesteigert wird. Außerdem kann durch das Verfestigungsstrahlen der Schwingungsreibverschleiß bzw. die Reibungskorrosion (Passungsrost) vermieden werden.
Nicht nur der Gewinn an Qualität und Lebensdauer der Bauteile sprechen für das neue dreistufige Verfahren: Die Innovation aus Weimar hat auch wirtschaftliche Aspekte, da bereits in der Konstruktionsphase eine Optimierung der Bauteile erfolgen kann.
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